Tag 5 - Aqaba
Zugriffe: 821

„Petra ist der herrlichste Ort der Welt“ – und jede Beschreibung ...

sei sinnlos, da sie der Wirklichkeit nicht gerecht sein könnte: So schwärmte T. E. Lawrence alias „Lawrence von Arabien“ von Jordaniens unglaublicher Felsenstadt.
Davon wollen wir uns heute selber überzeugen. Wir starten den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück im Mövenpick-Hotel. Um 7:00 Uhr treffen uns in der Hitel-Lobby. Da es heute an die 30 Grad werden sollen ist ein Sonnenschutz natürlich Pflicht. Während Pamela Ihren Hut mit dabei hat setzt Sven auf ein Palästinenser-Kopftuch (rot/weiß = Beduine, schwarz/weiß = Palästinenser, blau/weiß = Bayer). Leider weiß Sven nicht, wie er sich das Ding um den Kopf tüdelt; aber auch in diesen Fällen unterstützt Achmed gerne.
Los geht’s in die Felsenstadt, diesmal aber bei Tageslicht. In Petra waren es die Nabatäer, die wussten, wo Wasser fließt, und wie man den Stein aufkratzen muss, damit was rausfließt. Nachts haben wir die 2500 Jahre alten Leitungen natürlich nicht sehen können. Von Achmed erfahren wir, dass Petra ein riesiger Friedhof ist; der größte weltweit. Alles was man dort sieht, sind Grabkammern! Insgesamt gibt es über 850 Gräber die in den Fels geschürft wurden. Auch bei Tag ist der erste Eindruck schlichtweg überwältigend.
Wir wandern durch eine enge, gewundene, mehr als einen Kilometer lange Schlucht, den so genannten „Sik“ oder „Schacht“. Fast 100 Meter hohe Felswände ragen auf beiden Seiten auf. An der engsten Stelle ist die Schlucht nur zwei Meter breit. Und dann, plötzlich, wie bereits am gestrigen Abend stehen wir vor der gewaltigen Fassade des „Schatzhauses“, Al Khazneh. Rund 40 Meter ragt das hohe, mit Säulen geschmückte Wunder auf.
Achmed gibt uns 30 Minuten Zeit um das Schatzhaus zu bewundern. Weiter geht es, wir passieren ein römisches Amphitheater, ebenfalls in den Felsen gehauen und laufen über eine römische Kolonadenstraße. Achmed führt uns auf ein Plateau von wo aus wir die gesamten Ausmaße der Felsenstadt bestaunen können.
Von hier aus sehen wir, die jetzt verwitterten Königsgräber, das Urnengrab, das Palastgrab, das Kloster und viele weiter Gräber. Bevor wir uns auf den Rückweg machen genießen wir noch ein Weilchen den Ausblick.
Ein unvergesslicher Ausflug nähert sich dem Ende. Wir sind beeindruckt … „Find mir ein solches Wunder außer im Morgenland … Eine Stadt, rosarot, halb so alt wie die Zeit“ (John Burgon)
Leave your comments
Comments
  • No comments found