Tag 10 - Salalah
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Heute steht eine Jeep-Safari mit Arabian Sand Tours Service …

auf dem Programm. Wir haben diese Tour bereits aus Deutschland über seavllas@omantel.net.om gebucht. Der eMail-Kontakt funktionierte problemlos; meist wurde noch am selben Tag geantwortet. Der Tagesausflug sollte 340 $ pro Jeep kosten. Insgesamt sind wir dabei ca. 450 km durch die Landschaften des Omans gefahren. Für uns war es wichtig, dass wir direkt am Schiff und nicht erst außerhalb des Hafens oder von einem Hotel abgeholt wurden, um nicht unnütz Zeit zu verlieren, da wir bereits um 16:30 Uhr wieder am Schiff sein mussten.

In diesem Zusammenhang möchte ich hier auch noch Werbung für Nationaltours Oman machen (deutscher eMail-Kontakt unter „info@nationaltours-oman.com mit Anissa Kirch). Auch dies wäre für uns eine Alternative gewesen, doch leider war es dem Anbieter aktuell nicht möglich einen Zutritt zum Hafengelände zu bekommen.

Jetzt aber zu unserem Ausflug. Unser Fahrer „Ali“ holt uns um 7:30 Uhr direkt vor dem Schiff ab. Auf Englisch erklärte er uns sein Land. Die Stadt Salalah liegt im Südwesten des Sultanats Oman. Sie ist die Hauptstadt des Gouvernements Dhofar. Dhofar ist die einzige Gegend der arabischen Halbinsel, die vom Monsun beeinflusst wird (Mitte August bis Ende September). Während dieser Zeit ist sie beliebtes Reiseziel der Omaner aus Muscat, die der Sommerhitze entfliehen wollen. Durch den Monsun "bricht" dort auch die Landschaft regelrecht auf. Innerhalb kürzester Zeit sprießt eine Vielzahl einzigartiger Pflanzen aus dem vorher so unfruchtbar erscheinenden Erdboden. Hier wachsen auch die Weihrauchbäume, deren Harz in der Antike so begehrt war, wie das Gold. Dies war auch, nach der Durchquerung der Quara mountain unser erster Stopp, das „Land of Fankincense“ („Land des Weihrauchs“). Hier erklärte uns Ali, wie Weihrauch gewonnen wurde.

Von dort aus ging es weiter nach Thumrait. Thumrait war historisch eine wichtige Station entlang der Weihrauchhandelsroute. Heute dient sie uns als Zwischenstopp auf dem Weg in die größte Sandwüste der Welt. Ali organisiert uns einen leckeren Tee und wir machen eine kurze technische Pause und einen Tankstopp bevor es weitergeht in die verlassene Stadt Ubar.

Die sagenumwobene Stadt Ubar, die auch das „Atlantis oft the Sands“ genannt wird zählt mit anderen Städten an der Weihrauchstraße zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ubar war als Kreuzungspunkt von Karawanenwegen eine wichtige Stadt, die es unter anderen mit dem Handel von Weihrauch zu großem Reichtum brachte. Sogar die Königin von Saba soll hier gewesen sein, um Weihrauch zu kaufen. Die Stadt Ubar wurde erst 1992 wiederentdeckt und war damals die letzte Station vor der Sandwüste. Die archäologische Stätte des verlorenen Ubar ist leider wenig eindrucksvoll. Bis auf einige Steinhaufen im Wüstensand und einen gewaltigen Spalt im Boden gibt es wenig zu sehen.

Deswegen machen wir hier auch nur einen kurzen Stopp bevor es weiter geht in Richtung Wüste. Schließlich können wir es kaum erwarten endlich die Sanddünen zu erklimmen. Wir fahren von Ubar noch ca. 30 Minuten bis wir die scheinbar unendliche Sandwüste erreichen. Der Anblick ist traumhaft; wir befinden uns mitten in der größten Wüste der Welt. Außer Ali und uns beiden ist hier weit und breit keine Menschenseele zu sehen.

Wir klettern auf die hohen Dünen hinauf und genießen unsere Zweisamkeit. Ein absoluter Traum …

Es fällt uns schwer diesen traumhaft schönen Ort wieder zu verlassen. Aber wir haben noch eine zweistündige Fahrt zurück zum Schiff vor uns, wo uns Ali um 15:00 Uhr wieder abliefert.

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