Tag 20 - Cochin
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Mit dem TukTuk zu den Sehenswürdigkeiten in Cochin.

Im Vorfeld machten wir per WhatsApp mit unserem TukTuk-Fahrer „Firo“ aus, dass er uns um 9:45 Uhr am Schiff abholt. Pünktlich wartet er bereits direkt vor dem Tor auf uns, von wo es auch direkt los geht Richtung Fort Cochin. Firo erklärte uns alles auf englisch und beantwortete uns sämtliche Fragen. Wir konnten überall aussteigen und so lange bleiben, wie wir wollten.

Zuerst ging es zu einem Shiva-Tempel, den wir kurz besichtigten.

Im Anschluss fuhren wir zu einer großen Wäscherei, in der natürlich von Hand die Wäsche von Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen gewaschen und gebügelt wurde. Die Bügeleisen wurden teilweise noch mit Kohle beheizt und waren so schwer, dass Pamela sie kaum anheben konnte. Nach der Wäscherei zeigte uns Firo wo und wie er wohnt und wir tranken mit seiner Familie einen Tee. Hierbei erzählte er uns über das Leben in Cochin.

Nach dem Familienbesuch stand auch schon der erste Shop auf dem Programm. Die TukTuk-Fahrer fahren während einer Tour meist 3-4 Shops an. Hierfür bekommen sie von den Besitzern dann Quittungen, die sie gegen Benzin und Kleidung einlösen können. Wir fanden dieses nicht schlimm, da zum einen die Klimaanlage in den Shops recht angenehm war und weil wir im ersten Shop einen schönen Pashima-Schal und im zweiten Shop ein paar interessante Gewürze mitnahmen.

Weiter ging es zum Greenix Village, einem Theater, in dem indischen Kampfkunstaufführungen stattfinden. Auch hier wagten wir einen kurzen Blick in das Innere, bewunderten das Museum und die vielen „Shiva“-Figuren.

Unser nächstes Ziel war der von außen imposante und von innen sehr „bunte“ Bau der Basilika Santa Cruz.

Und weil Sven ja ganz scharf auf die Besichtigung von Kirchen ist folgte im Anschluss auch gleich die Franziskanerkirche St. Francis. Sie ist die älteste von Europäern erbaute Kirche Indiens, wurde ursprünglich aus Holz errichtet, später als Steinbau erneuert und beinhaltet das Grab Vasco da Gamas (einem portugiesischem Seefahrer), dessen Gebeine jedoch 1539 nach Lissabon überführt wurden. Nach dem Kirchengetüdel ging es dann endlich zum inoffiziellen Wahrzeichen im Bundesstaat Kerala, den riesigen Fischernetzen, die kunstvoll an Holzkonstruktionen befestigt sind. Wir schlenderten auf der Promenade entlang und sahen uns die „Bedienung“ der Fischernetze an. Es waren bis zu 9 Personen nötig, um das Netz nach oben zu befördern. Bei den Versuchen, die wir uns angeschaut haben war die Fischausbeute aber immer recht dürftig. Wir schlenderten noch eine Weile über den Fischmarkt entlang der Basarstraße zum Strandabschnitt, wo Firo bereits auf uns wartete. Unser letzter Stopp führte uns in den Stadtteil Mattancherry, wo der von den Portugiesen erbaute Mattancherry Palace steht. Er wurde dem damaligen Raja als Geschenk überreicht. Im Gegenzug wurden den Portugiesen weitreichende Handelsprivilegien gewährt. Der Palast ist um einen Hindu-Tempel angelegt, wurde später von den Holländern renoviert und seitdem auch der „Holländische Palast“ genannt. Firo drückte uns 10 indische Rupien für die Museumsführung in die Hand. Sven konnte es kaum erwarten, endlich mal ein Museumsbesuch in diesem Urlaub. Die größte Attraktion des Palastes waren die hinduistischen Wandmalereien. Zurück ging es mit Firo dann nochmal kreuz und quer durch die engen und urigen Gassen der mit einheimischen Händlern gesäumten Geschäften.

Am Schiff angekommen waren wir froh, dass wir diese Tour mit dem TukTuk durchgeführt haben; zu Fuß wäre das so gar nicht möglich gewesen. Außerdem waren wir bei der Hitze froh, ein wenig Fahrtwind um die Ohren zu kriegen. Auch wenn der Ausflug sehr schön war, so müssen wir eingestehen, dass wir von Indien erstmal die „Nase“ voll haben. Auch wenn wir wussten, dass die Inder arm sind und dass uns hier viel Dreck in den Straßen erwartet, so haben uns die Müllberge und die Gerüche in den engen Gassen schon ganz schön schockiert.

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