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Tag 33 - Bangkok
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Bangkok in seiner ursprünglichen Form – die „schöne“ Klongtour …

durch Bangkok. So heißt unser heutiger Ausflug, den wir über „www.bangkok-touren.info“ gebucht haben. Hierzu haben wir im Vorfeld telefonischen Kontakt zu Wolfgang (stammt aus Deutschland) aufgenommen und alle Einzelheiten geklärt.

Um 09:00 Uhr wurden wir mit einem klimatisierten Bus (mit viel Beinfreiheit) und einem deutschsprachigen Guide „Victor“ im Hafen von Laem Chabang abgeholt. Insgesamt waren wir 28 Personen. Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit erreichen wir Bangkok. Bereits auf der Fahrt erzählte uns Victor vieles zu Thailand, seiner Geschichte, Bewohnern sowie der buddhistischen Kultur. Sven hat davon allerdings die Hälfte „verpennt“.

Um ca. 11:00 Uhr steigen wir an einem Pier (hinterm Ramada Hotel) des Chao Phraya-River, des größten Flusses von Thailand vom Bus in ein Klongboot um. Unser erstes Ziel war der Wat Arun – der Tempel der Morgenröte. Dieser Tempel ist wegen seiner fünf mit Porzellanmosaiken verzierten Prangs, längliche Türme im Stile der Khmer, gut zu erkennen. Der zentrale Turm symbolisiert die Weltachse, die vier umgebenden kleineren stellen die Weltmeere dar. Nach ca. 45 Minuten ging es wieder zurück auf`s Boot. Unser nächster Stopp war an einer kleinen Bronze-Manufaktur, wie sie heute in weiten Teilen der Welt nicht mehr zu finden und wohl auch in Thailand einzigartig ist. Hier werden von geschickten Handwerkern seit 200 Jahren Gefäße, Tabletts und Teller aus Bronze in kompletter Handarbeit hergestellt. Bei der Weiterfahrt durch die Klongs begegneten wir den unterschiedlichsten Haustypen; von Stelzenhäusern, die über die Klongs gebaut wurden und bis zu 200 Jahre alt sind bis zu vereinzelten pompösen Villen, welche die Gesellschaftsunterschiede sehr deutlich machen. Bangkok besitzt mit seinen angrenzenden Provinzen das größte Wasserstrassen-System (Klongs) der Welt.  Eigentlich wollten wir im Klong Bang Luang dem Stab-Marionetten-Theater „Kumnai“ beiwohnen. Hier sollte eine Story aus Thailands populärsten National-Epos, dem „Ramakian“ nachgespielt werden. Weil die Puppen sehr schwer sind und ihre Bewegungsabläufe sehr komplex sind wird jeweils eine Puppe von drei Personen an Stäben geführt. Für heute hatte das Theater aber wohl kurzfristig beschlossen keine Vorstellung aufzuführen. Also ging es direkt zu Fuß weiter auf kleinen Stegen durch eine Künstlerkolonie, vorbei beim Barbier und einem Kunstmaler und an vielen kleinen Lädchen zum Mittagessen. Immer wieder stießen wir auf sehr freundliche Menschen, die am Rande der Klongs die Fische fütterten. Wir waren sehr überrascht, wie groß und wie viele Fische es in Bangkoks Klongs gibt. Victor erzählte uns, dass die Fische an einer Tempelmauer heilig sind und dort nicht gefangen werden dürfen – wenn sie allerdings auf die andere Seite rüberschwimmen, dann dürfen sie gefischt werden … Am Wat Kampheng machten wir unsere Mittagspause direkt am Klong. Dort wurde extra für uns ein Lunch im Thai-Style „not sooo spicy“ zubereitet. „Ich glaube, das sind Bohnen“, so Pamelas Worte. Sven ging fast die Kopfdecke hoch; es waren keine Bohnen, sondern ganze Chilischoten. Hammer, war das scharf! … Sven kam aus dem Schwitzen gar nicht mehr heraus und musste notgedrungen sein Bier exen um den „Brand“ zu löschen. Aber auch Pamela ließ sich nicht lumpen und probierte ihre angeblichen „roten Bohnen“. Auch ihr wurden erstmal die Geschmacksnerven weggebrannt. Zum Glück hatte Pamela schon vorher alle servierten Gerichte probiert, denn es war ein sehr leckeres und schmackhaftes Mittagessen.

Nach dem Mittagessen hatten wir noch 30 Minuten Zeit, um den Wat Kampheng Tempel zu besichtigen. In dieser Gegend war alles noch sehr authentisch, da sich neben den Einheimischen und ein paar Mönchen hier keine Touristen aufhielten. Bei der Weiterfahrt auf dem Klong konnten wir uns überhaupt nicht sattsehen. Immer wieder erblickten wir wunderschöne Tempelanlagen und Buddha-Figuren direkt am Klong. Der nächste Tempel, bei dem wir einen Stopp einlegten war der Wat Ratcha Orasaram Ratcha Worawihan – Gesundheit! Es ist ein Tempel im Rang „Königlicher Tempel erster Klasse“ (ebenso wie „Wat Phra Kaew“ im Königspalast Bangkok). Nachdem Sven die Tore zu diesem gerade erst frisch renovierten Tempel geöffnet hatte, trafen wir hier auf einen riesigen liegenden goldenen Buddha, der dem bekannten im What Pho in nichts nachstand. Hier hatten wir allerdings den großen Vorteil, dass wir keiner weiteren „Langnase“ begegneten, sondern lediglich einigen Stupsnasen sowie jungen Mönchen der dortigen Tempelschule.

Nach 30 Minuten setzten wir unsere Fahrt weiter durch die „grünste“ Seite von Bangkok. Plötzlich schreckte Pamela hoch, hatte sie tatsächlich ein Krokodil entdeckt? Entwarnung! … es war ein Waran, der sich im Wasser tummelte. Überall am Ufer der Klongs begegneten wir vielfältige Aktivitäten der hier lebenden Menschen. Frauen beim Wäschewaschen, was selbstverständlich noch von Hand im Klong erledigt wird. Oder ältere Leute, die auf ihrer Terrasse Mahlzeiten zubereiteten oder meditierten. Nachdem wir mit unserem Boot eine große Schleuse passiert hatten stießen wir wieder auf den Chao Phraya-River und bewunderten die Skyline der riesigen Stadt im Licht der untergehenden Sonne.

Unsere Klongboot-Tour endete am Nachtmarkt „Antique“, wo wir noch eine Stunde Zeit für einen kleinen Marktbummel hatten. Hier gab es „mal wieder“ alles was das Herz begehrte, Souvenirs, Bekleidung, Seide, sämtliche Formen von Buddhas, Bronzegefässe, Jade-Schuck und vieles mehr. Pamela entdeckte eine „aufblasbare“ Handtasche – vermutlich der Modetrend der neuen Saison. Sven hingegen blieb lieber bei alt bewerten und gönnte sich zum Abschluss der Tour noch in leckeres Paulaner, bevor es wieder auf die zweistündige Rücktour zum Schiff ging.

Um 20:45 Uhr betraten wir wieder unsere zweite Heimat, die AIDA Bella. Ok, duschen wäre jetzt schön gewesen. Da es allerdings noch bis um 21:30 Uhr im Weite Welt Restaurant was zu essen gab fuhren wir direkt durch auf Deck 10 zum Abendessen.

Da es heute das letzte Abendessen dieser Reise war hieß es Abschied nehmen von unseren beiden Gastgebern Vu und Jonny. Der Service, den die beiden bei uns am Tisch leisteten war super professionell und freundlich. Wir haben die Beiden schon nach sehr kurzer Zeit in unser Herz geschlossen und fühlten uns immer sehr wohl bei den Mahlzeiten.

So ist es wohl auch nicht erstaunlich, dass zum Abschied ein paar Tränen kullerten. Aber man weiß ja nie, vielleicht sehen wir die Beiden ja noch einmal auf einer AIDA-Tour wieder …

Nachdem Abendessen gab es noch einen Absacker in der AIDA-Bar. Auch hier hieß es dann noch einmal Abschied nehmen. Diesmal von unserem Gastgeber Rene, der uns bei einigen Tanzstunden mit Rat und Tat und seiner sehr professionellen Art zur Seite stand.

Neben den Tanzkursen haben wir mit Rene aber auch noch den einen oder anderen Abend in der AIDA-Bar und in der Anytime-Bar verbracht und darüber gegrübelt, was gelb ist und durchs Schlüsselloch spechtelt? Es ist natürlich die Spannanas! Wir freuen uns, dass wir Rene kennengelernt haben und es ist nicht so unwahrscheinlich, dass wir uns in Salzburg oder Norddeutschland noch einmal wiedersehen. Heute gehen wir mit dem leichten Gefühl der Wehmut ins Bett – schließlich ist es jetzt tatsächlich schon der letzte Abend einer wunderschönen Urlaubreise.


EINE KLEINE BITTE IN EIGENER SACHE:

Bereits bei dem Reiseblog in Singapur habe ich euch um eine Rückmeldung gebeten, wie euch der aktuelle Reiseblog gefallen hat. Vielen Dank an dieser Stelle für die Rückmedlungen von Sonja, Julia, Thoschi, Inga und Yvonne. Vielleicht gibt es noch weitere Personen, die Lust haben oder diesem Bericht oder einen der folgenden Berichte einen Kommentar zu schreiben:

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Unter allen eingegangenen Kommentaren (ihr dürft natürlich auch mehrfach einen Kommentar abgeben) verlosen wir als Dankeschön eine (1) kleine (reisetypische) Überraschung. Der Gewinner wird am 18.12.2016 bekannt gegeben

BITTE BEACHTET, DASS ES BIS ZU EINEM TAG DAUERN KANN, BIS EUER KOMMENTAR AUF DER SEITE GEPOSTET WIRD!

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  • Guest - Sven & Pamela Warnke

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