Part XII: Singapur - auf eigene Faust
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Ein Tag zwischen Gärten, Tempeln & Legenden.

Für unseren Aufenthalt in Singapur haben wir uns ganz bewusst entschieden, alles auf eigene Faust zu organisieren und keine Ausflüge über die Mein Schiff zu buchen. Eine Entscheidung, die sich von der ersten Minute an absolut richtig angefühlt hat. Singapur ist perfekt organisiert, übersichtlich, sicher – und ideal, um es selbstständig zu entdecken.

Für unseren ersten Programmpunkt bestellten wir uns direkt nach dem Verlassen des Schiffes ein Grab-Taxi. Die App hatten wir bereits in Kuala Lumpur heruntergeladen – hatten sie dort allerdings noch nicht praktisch eingesetzt.

  • Grab funktioniert ganz ähnlich wie Uber – vielleicht sogar noch einen Tick komfortabler:
  • Auswahl verschiedener Fahrzeugklassen (z. B. Standard, Comfort, größere Fahrzeuge)
  • automatische Fahrersuche in der Umgebung
  • Live-Tracking des Fahrzeugs auf der Karte inklusive Ankunftszeit
  • transparente Preisangabe bereits vor der Buchung

Wir hatten in der App bereits unsere Kreditkarte hinterlegt, sodass die Zahlung nach jeder Fahrt automatisch erfolgte. Optional kann man dem Fahrer zusätzlich Trinkgeld geben – ganz unkompliziert per App.

Alle unsere Grab-Fahrten in Singapur waren durchweg perfekt:

  • moderne, sehr saubere Fahrzeuge
  • überaus freundliche und hilfsbereite Fahrer
  • absolute Pünktlichkeit
  • faire Preise

Für uns steht fest: Grab ist die perfekte Art, sich in Singapur fortzubewegen.

Unser erstes Ziel waren die weltberühmten Gardens by the Bay. Angekommen, ließen wir uns bewusst Zeit und schlenderten rund anderthalb Stunden entspannt durch die weitläufige Gartenanlage.

Die Gardens sind eine beeindruckende Symbiose aus:

  • futuristischer Architektur
  • exotischer Pflanzenwelt
  • Wasserflächen, Wegen und offenen Grünräumen

Besonders die ikonischen Supertrees mit ihren gewaltigen Stahlkonstruktionen wirken wie aus einer anderen Welt. Sie ragen bis zu 50 Meter in den Himmel und sind begrünt mit Farnen, Orchideen und tropischen Pflanzen.

Immer wieder eröffneten sich uns großartige Ausblicke auf das Marina Bay Sands Hotel, das majestätisch über der Skyline thront. Die beiden großen Tropenhäuser – Flower Dome und Cloud Forest – haben wir dieses Mal bewusst ausgelassen, da wir sie bereits bei unserem letzten Singapur-Besuch besichtigt hatten.

Trotzdem: Die Gardens by the Bay verlieren auch beim zweiten Besuch nichts von ihrer Magie.

Vom futuristischen Grün ging es weiter nach Chinatown – ein Stadtteil, der kaum gegensätzlicher sein könnte.

Chinatown ist:

  • laut und lebendig
  • bunt und authentisch
  • voller kleiner Läden, Tempel und Garküchen

Hier treffen Tradition und Moderne auf engstem Raum zusammen. Zwischen Souvenirshops, Kräuterläden und Streetfood-Ständen herrscht ein quirliges Treiben, das sofort in seinen Bann zieht.

Mitten in Chinatown besichtigten wir den imposanten Buddha Tooth Relic Temple. Schon von außen beeindruckt der Tempel mit seiner reich verzierten Fassade im Tang-Stil.

Im Inneren empfängt einen:

  • eine ruhige, fast meditative Atmosphäre
  • goldene Buddha-Statuen
  • feine Holzschnitzereien
  • leise Gebete und Räucherstäbchen

Der Tempel beherbergt – der Legende nach – eine Zahnreliquie Buddhas und ist einer der wichtigsten buddhistischen Orte Singapurs. Ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird und kurz durchatmet.

Nach unserem Tempelbesuch ließen wir uns einfach treiben und schlenderten kreuz und quer durch die kleinen Gassen Chinatowns. Mittlerweile war es Mittag – und höchste Zeit für eine Pause.

Bei einem eiskalten Tiger-Bier landeten wir – kurioserweise – genau in derselben Bar, wie bei unserem letzten Singapur-Urlaub. Ein schöner Zufall! Wir saßen draußen, beobachteten das bunte Treiben auf der Straße und genossen einfach den Moment.

Singapur 2016

Singapur 2025

Frisch gestärkt ging es weiter zum legendären Raffles Hotel – einer wahren Institution Singapurs. Das im kolonialen Stil erbaute Luxushotel versprüht noch heute den Charme vergangener Zeiten.

Weiße Säulen, Deckenventilatoren, elegante Innenhöfe – das Raffles ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig bleibt.

Im Raffles Hotel wurde einst der berühmte Singapore Sling erfunden – und selbstverständlich wollten wir uns vom Original selbst überzeugen. In der legendären Long Bar bekamen wir ohne Wartezeit direkt einen Tisch.

Der Singapore Sling ist ein fruchtiger Cocktail aus:

  • Gin
  • Kirschlikör
  • Limette
  • Ananas
  • Kräuterlikören

Er wurde ursprünglich für Damen kreiert, da Alkohol für Frauen damals gesellschaftlich verpönt war – clever getarnt als harmloser Fruchtsaft.

Zu jedem Cocktail gibt es einen ganzen Sack Erdnüsse, der auf dem Tisch bereitsteht. Die Schalen wirft man hier ganz traditionell einfach auf den Boden. Warum? Die Long Bar pflegt bewusst diese Tradition aus der Kolonialzeit, als Erdnüsse die Bar begleiteten und der Boden mit Schalen übersät war. Heute ist es Teil des Konzepts – ungewöhnlich, aber absolut kultig.

Ein echtes Original – und definitiv einen Besuch wert.

Vom Raffles spazierten wir etwa 1.000 Meter zum Big Bus Counter, von wo aus unsere Night Tour um 18:15 Uhr startete. Die Big Bus Night Tour ist eine geführte Abendtour durch die beleuchtete Stadt – ideal, um Singapur aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Der erste Halt führte uns erneut zu den Gardens by the Bay, diesmal zu einem Aussichtspunkt mit fantastischem Blick:

  • auf die beleuchteten Supertrees
  • auf das Marina Bay Sands
  • auf die Skyline bei Einbruch der Dunkelheit

Ein perfekter Auftakt.

Nächster Halt war die berühmte Satay Street im Finanzzentrum. Unser Guide erklärte uns ausführlich:

  • was Satay-Spieße sind (gegrillte Fleischspieße, meist Huhn, Rind oder Lamm)
  • wie man sie bestellt (nummerierte Stände, Bestellung direkt am Tisch)
  • dass man sie traditionell mit Erdnusssauce, Gurken und Reiskuchen isst

Natürlich ließen wir uns eine Kostprobe nicht entgehen – begleitet von einem weiteren Tiger-Bier. Einfach, authentisch, lecker.

Zum Abschluss ging es noch einmal zurück in die Gardens by the Bay, wo wir die berühmte Garden Rhapsody bestaunten.

Unser Guide führte uns zu einem idealen Aussichtspunkt, von dem aus wir die Licht- und Musikshow perfekt erleben konnten. Die Supertrees leuchteten im Takt der Musik, zeigten weihnachtliche Motive, Farben und Animationen – begleitet von einem festlichen Soundtrack.

Nach der Show endete für uns die Night Tour. Mit einem Grab-Taxi ließen wir uns zurück zum Schiff bringen – denn bis 22:00 Uhr mussten unsere Koffer vor der Kabine stehen.

Nachdem alles gepackt war, gönnten wir uns im Tag & Nacht noch einen letzten Snack: Burger und Pommes. Danach fielen wir erschöpft, aber überglücklich in unsere Kojen.

Ein intensiver, abwechslungsreicher und unvergesslicher Tag in einer der faszinierendsten Städte der Welt.

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Comments
  • Guest - Thorsten Jahns

    Oh ja das ist auch nochmal ein Ziel wo ich unbedingt mal für ein paar Tage hin muß. Idealerweise als Zwischenstopp auf dem Weg zu einem anderen Ziel wie Neuseeland wo ich auch unbedingt noch hin möchte